Austausch der Initiative Bürger für Bäume mit Bürgermeister und FraktionsvertreterInnen des Gemeinderats
Wir freuen uns, dass unser Wunsch nach einem Gespräch erfüllt wird. Ziel des Austauschs ist von unserer Seite, dass wir eine Basis für ein konstruktives Miteinander schaffen. Als Bürger für Bäume setzen wir uns für die Natur in unserer Gemeinde ein zur Verbesserung des Mikroklimas, der Artenvielfalt und der Lebensqualität für uns alle. Mit unentgeltlichem bürgerschaftlichen Engagement und Fachkompetenz packen wir auch praktisch an, pflanzen und pflegen Bäume und vermitteln Fachwissen an interessierte Bürgerinnen und Bürger. Bei dem Treffen am 15. Januar möchten wir gemeinsame Themenfelder definieren, in denen eine Zusammenarbeit denkbar ist – z.B. können wir Baum-Patenschaften übernehmen und bieten Beratung zur Baumpflege an mit dem Ziel, in Zusammenarbeit mit dem Werkhof einen langfristig gesunden und sicheren Baumbestand in unserer Gemeinde zu erhalten.
Wir freuen uns auf einen konstruktiven Austausch.
Agenda:
1. Begrüßung (5 Minuten) 2. Vorstellung der Initiative Bürger für Bäume & Ausblick auf Zusammenarbeit (ca. 10 Minuten) – Kurzvorstellung der Initiative und der anwesenden Vertreter – Überblick über bisherige Aktivitäten – Ideen zur zukünftigen Zusammenarbeit – Wünsche zur Zusammenarbeit mit der Gemeinde
3. Erwartungen und Spielregeln für die zukünftige Zusammenarbeit aus Sicht von Verwaltung und Gemeinderat (ca. 10 Minuten) 4. Offener Austausch und Diskussion (20 Minuten) 5. Zusammenfassung der Ergebnisse (10 Minuten) 6. Festlegung des weiteren Vorgehens & Abschluss (5 Minuten)
Das Baumkataster von Grenzach-Wyhlen ist bisher leider nur mit Baumnummer, Art und Pflanzjahr in das öffentliche Bürger-GIS-System eingepflegt und freigeschaltet worden. Hier ist der Link:
Mit Beschluss vom 3. November 2025 hat das Berliner Abgeordnetenhaus das deutschlandweit erste Klimaanpassungsgesetz in Gestalt des „BäumePlus-Gesetzes“ des Baumentscheids parteiübergreifend ohne Gegenstimmen in einem beispiellosen Miteinander von Volksentscheid, Parteien und Politik angenommen.
Eine Möglichkeit der Wärmebelastung in städtischen Hitzeinseln zu begegnen ist das Pflanzen von Bäumen, die durch Schattenwurf und Verdunstung ihre Umgebung kühlen. Theoretische Berechnungen zeigen, dass die Verdunstungskühlung abhängig von den oberirdischen und unterirdischen Bedingungen ist, jedoch stark von der verfügbaren Wassermenge im Boden limitiert wird.“
„Nachbarschafts-Treff auf der Obstmatte“ Am Freitag genossen wir den kühlen Abend unter dem Schatten der Apfelbäume. Ein idealer Treff für einen Nachbarschaftsplausch an einem schönen Sommerabend. In der Dämmerung ging es dann los: der Hochzeitsflug der Hirschkäfer. Das Filmen war schwer – aber alle hatten Spaß dabei. Und nicht nur Kater Fritz streifte durch die Wiese, auch 2 Igel tauchten auf und die Fledermäuse flogen ganz schön knapp vorbei. Freitag den 20. Juni wollen wir uns wieder treffen – und freuen uns, wenn noch mehr Nachbarn dabei sind!😊
Narren besonderer Art waren da zur Fasnacht 2025 in Grenzach-Wyhlen am Werk. Die einen wollte den gesunden Mammutbaum weg haben. Ein paar Männer taten Ihren Job mit wenig Freude und Andere taten ihren Unmut kund, war der Mammutbaum doch der größte Baum der Umgebung und schon von weiten zu sehen.
Ein ganz kleinwenig ängstlich scheint Walli der ca. achzigjährige Walnussbau auf uns harabzuschauen. Sicherlich hat er sich auch schon die Werbeschilder für die „Neue Mitte Wyhlen“ angeschaut. Da wird ihm aufgefallen sein das da kein Platz mehr für große und starke Bäume wie Ihm sind. Jedoch nur die großen Bäume sorgen für besseres Mikroklima. Wo halten wir uns an heißen Sommertagen auf, unter Bäumen oder in der prallen Sonne?
Was man Bäumen antun darf und was nicht Baumpflege – aber richtig!
Bäume kommen ohne Menschen aus, aber Menschen nicht ohne Bäume. Seit etwa 200 Millionen Jahren gibt es Bäume, seit 200 Tausend Jahren den Menschen, Städte seit 10 Tausend Jahren. Der Baum muss im urbanen Bereich an die Bedürfnisse der Menschen angepaßt werden: Standfestigkeit, Lichtraumprofil, Astreinigung.
Was im Urwald nichts macht, muss in der Stadt verhindert werden: Dass der Baum kippt, ein Ast abfällt oder der Baum den Straßenverkehr behindert. Dafür muss der Baum geschnitten werden – aber wie, darum geht es in dem Vortrag von Alexandra Rainer und Andreas Krezmar. Ziel ist verantwortungsbewußteres und art/fachgerechtes Umgehen mit Bäumen in der Stadt. Baumpflege bedeutet Aufwand aber ist notwendig, um Bäume hoch und alt werden zu lassen. Denn Baumerhalt ist wichtiger als Neupflanzungen, so nötig auch diese sind. Um eine 100 jährige Buche zu ersetzen, benötigt es 2000 junge Bäume (Kronenvolumen 1m³).
Warum sind große Bäume in der Stadt so wichtig?
– Stadtbäume tragen zu einer höheren Luftqualität bei (Filterung von Schadstoffen)
– Stadtbäume regulieren die Temperatur und sorgen für kühlere Temperaturen im Sommer (verbessern das Mikroklima)
– Stadtbäume reduzieren Windgeschwindigkeiten (Zunahme von Extremwetterereignissen im Zuge des Klimawandels)
– Stadtbäume mindern die Lärmbelastung
– Stadtbäume reduzieren den Regenwasserabfluss
– Stadtbäume wirken sich positiv auf den CO²-Haushalt aus (Ozonbelastung, Speicherung von Kohlenstoff)
– Stadtbäume beeinflussen psychologische und physiologische Erkrankungen positiv.
Stadtbäume können nur durch vorausschauende Erziehung und Pflege und regelmäßige Baumkontrollen groß und alt werden. Dafür muss man etwas von Baumbiologie verstehen. Immer noch werden Kardinalfehler beim Schnitt gemacht: Stummelschnitt, Stark-Ast-Schnitt über 5-10 cm Ø und Kappung. Ein Aststummel kann nicht mehr versorgt werden, Pilze dringen ein und zerstören den Baum von innen. Immer wieder sieht man an Straßen viel zu dicke Äste gekappt. Das wurde wegen dem berühmten Lichtraumprofil gemacht – auch LKWs sollen ungehindert an Bäumen vorbeikommen. Äste dürfen daher nicht tiefer als 4,5m auf die Straße ragen. Um das Schneiden viel zu dicker Äste zu verhindern kommt die vorausschauende Baumpflege ins Spiel: Die Bäume müssen noch in jungem Alter hochgeastet werden. In den ersten Jahren nach dem Setzen sollten die untersten Äste nach und nach weggeschnitten werden. Da es sich um Äste von höchstens 5cm handelt, kein Problem für den Baum. Neupflanzungen mögen hübsch aussehen, aber die ZTV Baumpflege sagt: weg mit den untersten Ästen bevor sie zu dick werden! Kappung passiert, weil Bäume zu hoch werden. Damit verhungern die Wurzeln, der Baum wird zur Gefahr. In der Fachwelt ist Kappung der Krone seit Anfang unseres Jahrtausends ein no go!
Obwohl jeder Baum anders wächst ist es möglich den fachgerechten Umgang mit Bäumen in (DIN) Normen und Regelwerken zu beschreiben. Sie zeigen den aktuellen Stand der Wissenschaft und die Erfahrungen der Praxis. Die ZTV-Baumpflege z.B. hilft dem Baumbesitzer bei der Leistungsbeschreibung, Überwachung und Abnahme der Baumpflege. Sie macht es möglich die Fachbegriffe auch für Laien verständlich zu nutzen und zeigt der Fachperson den Rahmen des beautragten Eingriffs.
Fachgerechte Baumpflege ist ein lohnender Aufwand, wir können unseren Nachfahren mehr alte Bäume hinterlassen, denn wie Andreas Roloff in dem Buch „Baumpflege“ so schön sagt: „Bäume … sorgen für Erholungsmöglichkeiten in der Stadt, schaffen das Erlebnis von Jahreszeiten und sind für die Gesundheit und Wohlbefinden gestresster Stadtmenschen von unschätzbaren Wert.“