Der Klimawandel ist bereits Realität. Die Erwärmung spüren wir alle und Nächte, in denen die Abkühlung nicht mehr zum Schlafen reicht, werden zunehmend häufiger. Die Hitze birgt hohe gesundheitliche Risiken für uns Menschen aber auch Tiere und Pflanzen leiden darunter.
Daher müssen wir unsere großen mächtigen alte Bäume bewahren…
Die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) hat einen Klimaatlas veröffentlicht. Darin gibt es Beobachtungsdaten und auch die Ergebnisse von Modellsimulationen auf der Ebene von Kommunen.
„Die zunehmend sichtbaren und spürbaren Folgen für die Natur, Umwelt und Gesellschaft in Baden-Württemberg markieren erst den Anfang des sich stark beschleunigenden Klimawandels. Der Klimawandel, der seit der Jahrtausendwende immer deutlicher in Erscheinung tritt, wird sich in den nächsten Jahrzehnten weiter fortsetzen. Die Temperaturen werden weiter steigen, auch wenn verschiedene Klimaszenarien von unterschiedlichen Steigungsraten ausgehen. Fast überall im Land werden lange und besonders intensive Hitzeperioden weitreichende Auswirkungen auf die Natur, Umwelt und unsere Gesellschaft haben.“
Analysekarten helfen uns dabei, zu verstehen, wie sich das Ortsklima in den nächsten Jahren entwickeln könnte. Kanton Basel Stadt hat auf „MapBS“ eine Kartenebene zum Thema „Atmosphäre, Luft, Klima“. Die Klimaanalysekarte zeigt Flurstückgenau das Klima von 2019 und die Prognose für 2030. Die Karte zeigt auch Grenzach-Wyhlen auf der Basis des Bestands von 2019.
Der Gemeinderat fordert Trinkwasserbrunnen für die Neuen Mitten in Grenzach und Wyhlen, denn: Trinkwasserbrunnen seien ein sichtbares Zeichen für eine nachhaltige und klimafreundliche Dorfentwicklung wie die Freien Wähler sagen. Die Grünen wollen außerdem Nebelduschen, die zur Abkühlung aufgestellt werden.
Trinkwasserbrunnen und Nebelduschen sind ein Tropfen auf den heißen Stein. Nachhaltig ist anders. Hier wird der Brand bekämpft aber nicht die Ursache des Brandes. Die Anzahl der Hitzephasen nimmt jedes Jahr zu und es purzeln erschreckend schnell die lokalen Hitzerekorde. Tausende Menschen sterben deutschlandweit wegen jeder Hitzeperiode und die Antwort ist Nebelduschen, die als Klimaresilienz-Maßnahme dargestellt werden um vulnerable Bevölkerungsgruppen zu schützen. Große Bäume werden gefällt, es gibt kaum Schatten mehr, aber keine Bange, wir haben eine Lösung: Nebelduschen! Ein minimaler Effekt bei maximalem Aufwand. Anschaffung, Betrieb, Wartung und Wasserverbrauch – welche Kosten kommen da auf uns zu? Dazu kommt die Sorge um (Trink)Wasser. Trockenheit und zu heftige Niederschläge haben Grundwasserdürre bewirkt. Wir müssen Wasser sparen. Endlich Umdenken und dabei sogar noch Geld sparen. Nebelduschen sind nicht so effizient wie große Bäume, die täglich locker 300 Liter Regenwasser verdampfen Schatten spenden und ganz nebenbei die Luft reinigen. Die vorhandenen Bäume in der Wyhlener Mitte müssen nicht gegossen werden. Die Messung im Juli 2024 zeigte, dass unter den Bäumen 29 Grad Luft- und 21 Grad Bodentemperatur herrschten bei 32 Grad Umgebungstemperatur. Nur 60 Meter weiter am „roten Platz“ dagegen 35 Grad und eine Bodentemperatur von 45 Grad. Dazu speichern diese Bäume mit ihrem Wurzelraum Wasser bei Starkregen und sind auch noch Lebensraum vieler Tiere wie dem streng geschützten Hirschkäfer. Der neue Dorfplatz soll begrünt werden. Frisch angepflanzte Bäume wachsen erschwert an, müssen wegen Hitze mehr als früher gegossen werden und haben erst nach Jahrzehnten eine Größe, die den gewünschten Schatten spendet. Über der geplanten Tiefgarage fehlt zudem der Platz, den Bäume brauchen, um eine große, schattenspendende Krone auszubilden. Dieses Problem werden wir in den Neuen Mitten haben. Nebelduschen und Trinkwasserbrunnen erschaffen nicht das Mikroklima, das in der Wyhlener Mitte jetzt noch vorhanden ist und endgültig verschwunden, wenn die Bäume gefällt werden und in die Neue Mitte ein riesiges Haus und ein Dorfplatz gebaut werden. In der heißen Zeit wird das ein leerer Platz sein. Bäume weg und die Bürger mit Nebelduschen ablenken. Vernebelungstaktik. Es gibt keine Alternative zu bereits vorhandenen, großen Bäumen.