Archiv der Kategorie: Neue Mitte

Einwohnerversammlung

Eine Einwohnerversammlung ermöglicht einen wechselseitigen Informationsfluss zwischen der Gemeindeverwaltung und den Einwohnern. Sie ist ein vermittelndes Angebot, denn die Einwohner und Einwohnerinnen erhalten eine direkte Gesprächsmöglichkeit und eine Beschränkung auf eine reine Informationsversammlung entfällt. Damit ist die Einwohnerversammlung das erste gesetzlich normierte Mitwirkungsinstrument. Es ist ein geeignetes Instrument um Kritik zu üben und Vorschläge und Anregungen vorzubringen.

Gemeinderat und Verwaltung sollten sich während und nach der Versammlung bemühen, auf die Anregungen und Kritiken einzugehen und sich mit den Denkanstößen der Bürger auseinandersetzen.

Gemeindeordnung für Baden-Württemberg § 20a:

Nein zur Beton-Orgie

in der Wyhlener Mitte


Ein toller Leserbrief von Willi Halfter (16. April 26)

Die Diskussion um die neue Mitte Wyhlen nimmt wieder Fahrt auf. Aus gutem Grund. Erstens: der Investor hat zurückgezogen, das gibt uns Luft, nochmal über das Projekt nachzudenken. Zweitens: der sich entwickelnde Monsterbau in der Mitte Grenzach zwingt uns, den bisherigen Plan der Mitte Wyhlen in Frage zu stellen. Denn, was gerade in Grenzachs Mitte entsteht, ist leider nicht der Baum-Hain, wie er uns auf den Plänen der Architekten vorgeflunkert wurde. Drittens: es gibt keinen Grund für Eile. Was sich sicher lohnt, ist erst mal abzuwarten, wie die Mitte Grenzach sich entwickelt und ob diese auch angenommen wird wie geplant! Zum Beispiel der gewünschte Ansturm Schweizer Geldbörsen!

Frage: wollen wir in Wyhlen dieselbe Beton-Orgie wie in der Mitte Grenzachs? Auch in Wyhlen ist ein monströser Bau mit Tiefgarage geplant, und nicht etwa ein dörfliches Ambiente wie behauptet. Und wollen wir unbedingt noch mehr unerschwingliche Wohn-Kästen in sagenhafter Verdichtung? Siehe auch das schreckliche Kapellenbach-Ost. Ich sage Nein! Aktuell gibt es 70 Häuser in der Gemeinde zu verkaufen, Häuser, die sich nur die wenigsten leisten können.

Auf meine Ansprache zahlreicher Mitbürger zeigt sich: alle wollen in Wyhlen eine Wiese mit einem guten Cafe/Eisdiele (keine Kette wie Backwerk), wo man sich hinsetzt, dahockt und plaudert. Und es braucht nur ein bescheidenes Gebäude. Ohne Tiefgarage!! Holzen, eine Gemeinde im Kander-Tal, hat in Eigenregie mittels einer Genossenschaft sich eine gemütliche Mitte gegönnt. Warum nicht was ähnliches in Wyhlen???

Ich finde, ein Nachdenken über die Mitte Wyhlens ist mehr als gerechtfertigt. Eile ist das letzte, was wir in Zeiten des knappen Geldes brauchen.

Unterschriftensammlung

Am 14. April haben wir die Gemeinde und die Gemeinderatsfraktionen benachrichtigt:

Grüne Mitte Wyhlen

Andere Städte und Gemeinden träumen von einer Grünen Mitte
Wir müssen unsere nur bewahren!

In der Neuen Mitte Wyhlen soll die bestehende Obstwiese mit dem gesamten Baumbestand einem großen Neubau weichen. Obwohl bei der Planungswerkstatt 2016 der „Erhalt eines Mini­mums an Grünflächen und großen, alten Bäumen“ gefordert wurde,
bleibt bei der jetzigen Planung kein einziger Baum stehen.

Der Klimawandel ist längst Realität ­ wir wollen das Projekt daher grundlegend überdenken

Große ausgewachsene Bäume und Grünflächen sind die wahren „Alleskönner“
unserer Grünen Mitte Wyhlen :

  • natürliche Klimaanlagen die Schatten spenden, die Luft kühlen und filtern
  • Versickerungsfläche und Wasserspeicher
  • Ein Ort der Begegnung, Erholung und Naturerfahrung; sie reduzieren Stress und machen un­sere „Neue Mitte“ lebenswerter
  • wertvoller Lebensraum für Menschen, Vögel, Insekten und Kleintiere

Zudem ist der Obstgarten mit dem zugehörigen Bauernhof als architektonische Einheit prä­gend für das Ortsbild und die Identität unserer Gemeinde seit der Antike. Seit zweitausend Jahren wird er durchgehend als Kulturlandschaft bewirtschaftet.
Wir setzen uns dafür ein, dass die bestehende Obstwiese erhalten bleibt und schlagen vor, auf der freien nördlichen Fläche einen Begegnungsort (z.B. Café) in naturverträgli­cher Bauweise zu errichten.

Um dieses Thema öffentlich zu diskutieren, soll eine Einwohnerversammlung nach § 20a GemO BW durchgeführt werden.

Klimaangepasstes Grenzach-Wyhlen

grün, kühl und lebenswert

Der Klimawandel ist bereits Realität. Die Erwärmung spüren wir alle und Nächte, in denen die Abkühlung nicht mehr zum Schlafen reicht, werden zunehmend häufiger. Die Hitze birgt hohe gesundheitliche Risiken für uns Menschen aber auch Tiere und Pflanzen leiden darunter.

Daher müssen wir unsere großen mächtigen alte Bäume bewahren…

…zusammen mit den Brunnen und Bächen

„Stadtbäume als natürliche Klimaanlagen

Eine Möglichkeit der Wärmebelastung in städtischen Hitzeinseln zu begegnen ist das Pflanzen von Bäumen, die durch Schattenwurf und Verdunstung ihre Umgebung kühlen. Theoretische Berechnungen zeigen, dass die Verdunstungskühlung abhängig von den oberirdischen und unterirdischen Bedingungen ist, jedoch stark von der verfügbaren Wassermenge im Boden limitiert wird.“

Stadt und Uni Hannover forschen zu Stadtbäumen als natürliche Klimaanlagen

Vernebelungstaktik

Der Gemeinderat fordert Trinkwasserbrunnen für die Neuen Mitten in Grenzach und Wyhlen, denn: Trinkwasserbrunnen seien ein sichtbares Zeichen für eine nachhaltige und klimafreundliche Dorfentwicklung wie die Freien Wähler sagen. Die Grünen wollen außerdem Nebelduschen, die zur Abkühlung aufgestellt werden.

Trinkwasserbrunnen und Nebelduschen sind ein Tropfen auf den heißen Stein. Nachhaltig ist anders. Hier wird der Brand bekämpft aber nicht die Ursache des Brandes. Die Anzahl der Hitzephasen nimmt jedes Jahr zu und es purzeln erschreckend schnell die lokalen Hitzerekorde. Tausende Menschen sterben deutschlandweit wegen jeder Hitzeperiode und die Antwort ist Nebelduschen, die als Klimaresilienz-Maßnahme dargestellt werden um vulnerable Bevölkerungsgruppen zu schützen. Große Bäume werden gefällt, es gibt kaum Schatten mehr, aber keine Bange, wir haben eine Lösung: Nebelduschen! Ein minimaler Effekt bei maximalem Aufwand. Anschaffung, Betrieb, Wartung und Wasserverbrauch – welche Kosten kommen da auf uns zu? Dazu kommt die Sorge um (Trink)Wasser. Trockenheit und zu heftige Niederschläge haben Grundwasserdürre bewirkt. Wir müssen Wasser sparen. Endlich Umdenken und dabei sogar noch Geld sparen. Nebelduschen sind nicht so effizient wie große Bäume, die täglich locker 300 Liter Regenwasser verdampfen Schatten spenden und ganz nebenbei die Luft reinigen. Die vorhandenen Bäume in der Wyhlener Mitte müssen nicht gegossen werden. Die Messung im Juli 2024 zeigte, dass unter den Bäumen 29 Grad Luft- und 21 Grad Bodentemperatur herrschten bei 32 Grad Umgebungstemperatur. Nur 60 Meter weiter am „roten Platz“ dagegen 35 Grad und eine Bodentemperatur von 45 Grad. Dazu speichern diese Bäume mit ihrem Wurzelraum Wasser bei Starkregen und sind auch noch Lebensraum vieler Tiere wie dem streng geschützten Hirschkäfer. Der neue Dorfplatz soll begrünt werden. Frisch angepflanzte Bäume wachsen erschwert an, müssen wegen Hitze mehr als früher gegossen werden und haben erst nach Jahrzehnten eine Größe, die den gewünschten Schatten spendet. Über der geplanten Tiefgarage fehlt zudem der Platz, den Bäume brauchen, um eine große, schattenspendende Krone auszubilden. Dieses Problem werden wir in den Neuen Mitten haben. Nebelduschen und Trinkwasserbrunnen erschaffen nicht das Mikroklima, das in der Wyhlener Mitte jetzt noch vorhanden ist und endgültig verschwunden, wenn die Bäume gefällt werden und in die Neue Mitte ein riesiges Haus und ein Dorfplatz gebaut werden. In der heißen Zeit wird das ein leerer Platz sein. Bäume weg und die Bürger mit Nebelduschen ablenken. Vernebelungstaktik. Es gibt keine Alternative zu bereits vorhandenen, großen Bäumen.

„Neue Mitte Wyhlen“

„Nachbarschafts-Treff auf der Obstmatte“
Am Freitag genossen wir den kühlen Abend unter dem Schatten der Apfelbäume. Ein idealer Treff für einen Nachbarschaftsplausch an einem schönen Sommerabend.
In der Dämmerung ging es dann los: der Hochzeitsflug der Hirschkäfer. Das Filmen war schwer – aber alle hatten Spaß dabei. Und nicht nur Kater Fritz streifte durch die Wiese, auch 2 Igel tauchten auf und die Fledermäuse flogen ganz schön knapp vorbei.
Freitag den 20. Juni wollen wir uns wieder treffen – und freuen uns, wenn noch mehr Nachbarn dabei sind!😊

„Neue Mitte Grenzach“

Wer anderen eine (Bau)Grube gräbt …

Viele Baustellen in Grenzach-Wyhlen, da kommen Bäume natürlich unter die Räder. Denn trotz Klimawandels und berechtigter Angst vor der Zukunft sind unterirdische Leitungen, Straßen, Häuserund Autos immer noch wichtiger als große schattenspendende Bäume. In der geplanten Neuen Mitte Grenzach wird eine Tiefgarage gebaut. Die Baugrube wird an die sechs etwa 40 jährigen großen Ahornbäume reichen, die daher gefällt werden. Mikroklima? Sucht euch einen anderen Schattenspender. Vielleicht den riesigen Nussbaum an der Rheinstraße südlich der Ritterstraße? Da bestand Hoffnung, dass die neue Umgehungsstraße doch so geplant wurde, dass der alte Riese stehen bleiben kann. Doch so schnell konnte man gar nicht schauen, schon war er gefällt. Mit Genehmigung. Das erschütternde Kommentar eines älteren Mannes war: „Ich ertrag’s nicht mehr!“ Dann eben ein anderer Schattenplatz, die ebenso große Walnuss in der Neuen Mitte Wyhlen. Eine alte Frau, die 53 Jahre gegenüber gewohnt hatte, sagte: „Die Walnuss bleibt. So heißt es doch.“ Aber halt, das neue Haus reicht mit seiner Baugrube direkt an den Baum. Damit wird auch dieser große Baum gefällt werden müssen, da er mit so vielen gekappten Wurzeln nicht mehr standsicher sein wird. Die großen Bäume sorgen für besseres Mikroklima. Wo halten wir uns an heißen Sommertagen auf, unter Bäumen oder in der prallen Sonne? Die drei Beispiele sind längst nicht alle Bäume, die wegen Bauprojekten verschwinden. Es hilft nur eines: In Zukunft beim Planen daran denken, dass der Klimawandel nicht vorbei geht sondern schlimmer wird. Dass große Bäume wichtiger werden als neue Straßen oder Garagen. Wenn es so weiter geht, pilgern wir bald nicht mehr zu Kathedralen oder in Museen, sondern zu den letzten Baumriesen.

„Neue Mitte Grenzach“

Wer anderen eine (Bau)Grube gräbt …

Viele Baustellen in Grenzach-Wyhlen, da kommen Bäume natürlich unter die Räder. Denn trotz Klimawandels und berechtigter Angst vor der Zukunft sind unterirdische Leitungen, Straßen, Häuserund Autos immer noch wichtiger als große schattenspendende Bäume. In der geplanten Neuen Mitte Grenzach wird eine Tiefgarage gebaut. Die Baugrube wird an die sechs etwa 40 jährigen großen Ahornbäume reichen, die daher gefällt werden. Mikroklima? Sucht euch einen anderen Schattenspender. Vielleicht den riesigen Nussbaum an der Rheinstraße südlich der Ritterstraße? Da bestand Hoffnung, dass die neue Umgehungsstraße doch so geplant wurde, dass der alte Riese stehen bleiben kann. Doch so schnell konnte man gar nicht schauen, schon war er gefällt. Mit Genehmigung. Das erschütternde Kommentar eines älteren Mannes war: „Ich ertrag’s nicht mehr!“ Dann eben ein anderer Schattenplatz, die ebenso große Walnuss in der Neuen Mitte Wyhlen. Eine alte Frau, die 53 Jahre gegenüber gewohnt hatte, sagte: „Die Walnuss bleibt. So heißt es doch.“ Aber halt, das neue Haus reicht mit seiner Baugrube direkt an den Baum. Damit wird auch dieser große Baum gefällt werden müssen, da er mit so vielen gekappten Wurzeln nicht mehr standsicher sein wird. Die großen Bäume sorgen für besseres Mikroklima. Wo halten wir uns an heißen Sommertagen auf, unter Bäumen oder in der prallen Sonne? Die drei Beispiele sind längst nicht alle Bäume, die wegen Bauprojekten verschwinden. Es hilft nur eines: In Zukunft beim Planen daran denken, dass der Klimawandel nicht vorbei geht sondern schlimmer wird. Dass große Bäume wichtiger werden als neue Straßen oder Garagen. Wenn es so weiter geht, pilgern wir bald nicht mehr zu Kathedralen oder in Museen, sondern zu den letzten Baumriesen.

Per Anhalter…

Douglas Adams inspirierte uns zur Fasnacht 2024 mit seinem Kultbuch: „Per Anhalter durch die Galaxis“. Eine wenige Wochen vorher vor dem Bau der Umgehungsstraße geretteten Eiche als „Narrenbaum“ in die kleine „Pflanzgrube“ zu stellen. Ohne ausreichenden Wurzelraum kann ein Baum nicht wachsen. Als Bonsai kann ein Baum auch im Topf auf der Fensterbank überleben,,,

Ich musste der Umgehungsstraße weichen, und auch hier habe ich keine Chance ein hohes Alter zu erreichen. Mein Vorgänger wurde wenigstens 10 Jahre alt, mich macht man lange vorher kalt – ich bin eine echter „Narrenbaum“ hier wächst nicht mal im Traum ein Baum!