Am 14. April haben wir die Gemeinde und die Gemeinderatsfraktionen benachrichtigt:
„Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren Gemeinderäte,
gern informieren wir Sie darüber, dass wir in den kommenden Wochen eine Unterschriftensammlung zu dem geplanten Bauprojekt auf der Obstwiese in der Wyhlener Mitte durchführen werden. Ziel der Aktion ist es, ein möglichst breites Meinungsbild zu diesem Vorhaben zu ermitteln.
Auch möchten wir mit dieser Unterschriftensammlung das Quorum für eine Einwohnerversammlung nach § 20 a GemO BW erreichen. Teilen Sie uns bitte mit, wieviele Unterschriften wir dafür benötigen.
In diesem Zusammenhang bitten wir um eine diesbezügliche Bekanntmachung im Gemeindeblatt, damit interessierte Bürgerinnen und Bürger darüber informiert werden.
Die Ergebnisse der Unterschriftensammlung werden wir Ihnen anschließend zur Kenntnis geben.
Austausch der Initiative Bürger für Bäume mit Bürgermeister und FraktionsvertreterInnen des Gemeinderats
Wir freuen uns, dass unser Wunsch nach einem Gespräch erfüllt wird. Ziel des Austauschs ist von unserer Seite, dass wir eine Basis für ein konstruktives Miteinander schaffen. Als Bürger für Bäume setzen wir uns für die Natur in unserer Gemeinde ein zur Verbesserung des Mikroklimas, der Artenvielfalt und der Lebensqualität für uns alle. Mit unentgeltlichem bürgerschaftlichen Engagement und Fachkompetenz packen wir auch praktisch an, pflanzen und pflegen Bäume und vermitteln Fachwissen an interessierte Bürgerinnen und Bürger. Bei dem Treffen am 15. Januar möchten wir gemeinsame Themenfelder definieren, in denen eine Zusammenarbeit denkbar ist – z.B. können wir Baum-Patenschaften übernehmen und bieten Beratung zur Baumpflege an mit dem Ziel, in Zusammenarbeit mit dem Werkhof einen langfristig gesunden und sicheren Baumbestand in unserer Gemeinde zu erhalten.
Wir freuen uns auf einen konstruktiven Austausch.
Agenda:
1. Begrüßung (5 Minuten) 2. Vorstellung der Initiative Bürger für Bäume & Ausblick auf Zusammenarbeit (ca. 10 Minuten) – Kurzvorstellung der Initiative und der anwesenden Vertreter – Überblick über bisherige Aktivitäten – Ideen zur zukünftigen Zusammenarbeit – Wünsche zur Zusammenarbeit mit der Gemeinde
3. Erwartungen und Spielregeln für die zukünftige Zusammenarbeit aus Sicht von Verwaltung und Gemeinderat (ca. 10 Minuten) 4. Offener Austausch und Diskussion (20 Minuten) 5. Zusammenfassung der Ergebnisse (10 Minuten) 6. Festlegung des weiteren Vorgehens & Abschluss (5 Minuten)
Der Gemeinderat fordert Trinkwasserbrunnen für die Neuen Mitten in Grenzach und Wyhlen, denn: Trinkwasserbrunnen seien ein sichtbares Zeichen für eine nachhaltige und klimafreundliche Dorfentwicklung wie die Freien Wähler sagen. Die Grünen wollen außerdem Nebelduschen, die zur Abkühlung aufgestellt werden.
Trinkwasserbrunnen und Nebelduschen sind ein Tropfen auf den heißen Stein. Nachhaltig ist anders. Hier wird der Brand bekämpft aber nicht die Ursache des Brandes. Die Anzahl der Hitzephasen nimmt jedes Jahr zu und es purzeln erschreckend schnell die lokalen Hitzerekorde. Tausende Menschen sterben deutschlandweit wegen jeder Hitzeperiode und die Antwort ist Nebelduschen, die als Klimaresilienz-Maßnahme dargestellt werden um vulnerable Bevölkerungsgruppen zu schützen. Große Bäume werden gefällt, es gibt kaum Schatten mehr, aber keine Bange, wir haben eine Lösung: Nebelduschen! Ein minimaler Effekt bei maximalem Aufwand. Anschaffung, Betrieb, Wartung und Wasserverbrauch – welche Kosten kommen da auf uns zu? Dazu kommt die Sorge um (Trink)Wasser. Trockenheit und zu heftige Niederschläge haben Grundwasserdürre bewirkt. Wir müssen Wasser sparen. Endlich Umdenken und dabei sogar noch Geld sparen. Nebelduschen sind nicht so effizient wie große Bäume, die täglich locker 300 Liter Regenwasser verdampfen Schatten spenden und ganz nebenbei die Luft reinigen. Die vorhandenen Bäume in der Wyhlener Mitte müssen nicht gegossen werden. Die Messung im Juli 2024 zeigte, dass unter den Bäumen 29 Grad Luft- und 21 Grad Bodentemperatur herrschten bei 32 Grad Umgebungstemperatur. Nur 60 Meter weiter am „roten Platz“ dagegen 35 Grad und eine Bodentemperatur von 45 Grad. Dazu speichern diese Bäume mit ihrem Wurzelraum Wasser bei Starkregen und sind auch noch Lebensraum vieler Tiere wie dem streng geschützten Hirschkäfer. Der neue Dorfplatz soll begrünt werden. Frisch angepflanzte Bäume wachsen erschwert an, müssen wegen Hitze mehr als früher gegossen werden und haben erst nach Jahrzehnten eine Größe, die den gewünschten Schatten spendet. Über der geplanten Tiefgarage fehlt zudem der Platz, den Bäume brauchen, um eine große, schattenspendende Krone auszubilden. Dieses Problem werden wir in den Neuen Mitten haben. Nebelduschen und Trinkwasserbrunnen erschaffen nicht das Mikroklima, das in der Wyhlener Mitte jetzt noch vorhanden ist und endgültig verschwunden, wenn die Bäume gefällt werden und in die Neue Mitte ein riesiges Haus und ein Dorfplatz gebaut werden. In der heißen Zeit wird das ein leerer Platz sein. Bäume weg und die Bürger mit Nebelduschen ablenken. Vernebelungstaktik. Es gibt keine Alternative zu bereits vorhandenen, großen Bäumen.