Eine Einwohnerversammlung ermöglicht einen wechselseitigen Informationsfluss zwischen der Gemeindeverwaltung und den Einwohnern. Sie ist ein vermittelndes Angebot, denn die Einwohner und Einwohnerinnen erhalten eine direkte Gesprächsmöglichkeit und eine Beschränkung auf eine reine Informationsversammlung entfällt. Damit ist die Einwohnerversammlung das erste gesetzlich normierte Mitwirkungsinstrument. Es ist ein geeignetes Instrument um Kritik zu üben und Vorschläge und Anregungen vorzubringen.
Gemeinderat und Verwaltung sollten sich während und nach der Versammlung bemühen, auf die Anregungen und Kritiken einzugehen und sich mit den Denkanstößen der Bürger auseinandersetzen.
Gemeindeordnung für Baden-Württemberg § 20a:
(1) Wichtige Gemeindeangelegenheiten sollen mit den Einwohnern erörtert werden. Zu diesem Zweck soll der Gemeinderat in der Regel einmal im Jahr, im Übrigen nach Bedarf eine Einwohnerversammlung anberaumen. …
(2) Der Gemeinderat hat eine Einwohnerversammlung anzuberaumen, wenn dies von der Einwohnerschaft beantragt wird. …
Andere Städte und Gemeinden träumen von einer Grünen Mitte Wir müssen unsere nur bewahren!
In der Neuen Mitte Wyhlen soll die bestehende Obstwiese mit dem gesamten Baumbestand einem großen Neubau weichen. Obwohl bei der Planungswerkstatt 2016 der „Erhalt eines Minimums an Grünflächen und großen, alten Bäumen“ gefordert wurde, bleibt bei der jetzigen Planung kein einziger Baum stehen.
Der Klimawandel ist längst Realität wir wollen das Projekt daher grundlegend überdenken
Große ausgewachsene Bäume und Grünflächen sind die wahren „Alleskönner“ unserer Grünen Mitte Wyhlen :
natürliche Klimaanlagen die Schatten spenden, die Luft kühlen und filtern
Versickerungsfläche und Wasserspeicher
Ein Ort der Begegnung, Erholung und Naturerfahrung; sie reduzieren Stress und machen unsere „Neue Mitte“ lebenswerter
wertvoller Lebensraum für Menschen, Vögel, Insekten und Kleintiere
Zudem ist der Obstgarten mit dem zugehörigen Bauernhof als architektonische Einheit prägend für das Ortsbild und die Identität unserer Gemeinde seit der Antike. Seit zweitausend Jahren wird er durchgehend als Kulturlandschaft bewirtschaftet. Wir setzen uns dafür ein, dass die bestehende Obstwiese erhalten bleibt und schlagen vor, auf der freien nördlichen Fläche einen Begegnungsort (z.B. Café) in naturverträglicher Bauweise zu errichten.
Um dieses Thema öffentlich zu diskutieren, soll eine Einwohnerversammlung nach § 20a GemO BW durchgeführt werden.
Der Klimawandel ist bereits Realität. Die Erwärmung spüren wir alle und Nächte, in denen die Abkühlung nicht mehr zum Schlafen reicht, werden zunehmend häufiger. Die Hitze birgt hohe gesundheitliche Risiken für uns Menschen aber auch Tiere und Pflanzen leiden darunter.
Daher müssen wir unsere großen mächtigen alte Bäume bewahren…
Die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) hat einen Klimaatlas veröffentlicht. Darin gibt es Beobachtungsdaten und auch die Ergebnisse von Modellsimulationen auf der Ebene von Kommunen.
„Die zunehmend sichtbaren und spürbaren Folgen für die Natur, Umwelt und Gesellschaft in Baden-Württemberg markieren erst den Anfang des sich stark beschleunigenden Klimawandels. Der Klimawandel, der seit der Jahrtausendwende immer deutlicher in Erscheinung tritt, wird sich in den nächsten Jahrzehnten weiter fortsetzen. Die Temperaturen werden weiter steigen, auch wenn verschiedene Klimaszenarien von unterschiedlichen Steigungsraten ausgehen. Fast überall im Land werden lange und besonders intensive Hitzeperioden weitreichende Auswirkungen auf die Natur, Umwelt und unsere Gesellschaft haben.“
Mehrere Apfelbäume wurden fachgerecht geschnitten, drei große Holzhaufen müssen weggeräumt werden. Emsig zerkleinern wir das Holz in handliche Stücke. Ein Anhänger wird damit beladen, genug Anmachholz für den Ofen im nächsten Winter. Jetzt kann auf der Obstmatte wieder gefeiert und gespielt werden. Ein Rotmilan kreist über uns, Eidechsen sonnen sich, die ersten Bienen summen und ein Igel schläft unter der umgedrehten alten Badewanne. Die Bäume werden langsam grün und die Bürger für Bäume sind sich einig: Grün soll sie bleiben – die Grüne Mitte in Wyhlen!
Analysekarten helfen uns dabei, zu verstehen, wie sich das Ortsklima in den nächsten Jahren entwickeln könnte. Kanton Basel Stadt hat auf „MapBS“ eine Kartenebene zum Thema „Atmosphäre, Luft, Klima“. Die Klimaanalysekarte zeigt Flurstückgenau das Klima von 2019 und die Prognose für 2030. Die Karte zeigt auch Grenzach-Wyhlen auf der Basis des Bestands von 2019.
Austausch der Initiative Bürger für Bäume mit Bürgermeister und FraktionsvertreterInnen des Gemeinderats
Wir freuen uns, dass unser Wunsch nach einem Gespräch erfüllt wird. Ziel des Austauschs ist von unserer Seite, dass wir eine Basis für ein konstruktives Miteinander schaffen. Als Bürger für Bäume setzen wir uns für die Natur in unserer Gemeinde ein zur Verbesserung des Mikroklimas, der Artenvielfalt und der Lebensqualität für uns alle. Mit unentgeltlichem bürgerschaftlichen Engagement und Fachkompetenz packen wir auch praktisch an, pflanzen und pflegen Bäume und vermitteln Fachwissen an interessierte Bürgerinnen und Bürger. Bei dem Treffen am 15. Januar möchten wir gemeinsame Themenfelder definieren, in denen eine Zusammenarbeit denkbar ist – z.B. können wir Baum-Patenschaften übernehmen und bieten Beratung zur Baumpflege an mit dem Ziel, in Zusammenarbeit mit dem Werkhof einen langfristig gesunden und sicheren Baumbestand in unserer Gemeinde zu erhalten.
Wir freuen uns auf einen konstruktiven Austausch.
Agenda:
1. Begrüßung (5 Minuten) 2. Vorstellung der Initiative Bürger für Bäume & Ausblick auf Zusammenarbeit (ca. 10 Minuten) – Kurzvorstellung der Initiative und der anwesenden Vertreter – Überblick über bisherige Aktivitäten – Ideen zur zukünftigen Zusammenarbeit – Wünsche zur Zusammenarbeit mit der Gemeinde
3. Erwartungen und Spielregeln für die zukünftige Zusammenarbeit aus Sicht von Verwaltung und Gemeinderat (ca. 10 Minuten) 4. Offener Austausch und Diskussion (20 Minuten) 5. Zusammenfassung der Ergebnisse (10 Minuten) 6. Festlegung des weiteren Vorgehens & Abschluss (5 Minuten)
Das Baumkataster von Grenzach-Wyhlen ist bisher leider nur mit Baumnummer, Art und Pflanzjahr in das öffentliche Bürger-GIS-System eingepflegt und freigeschaltet worden. Hier ist der Link:
Der Gemeinderat fordert Trinkwasserbrunnen für die Neuen Mitten in Grenzach und Wyhlen, denn: Trinkwasserbrunnen seien ein sichtbares Zeichen für eine nachhaltige und klimafreundliche Dorfentwicklung wie die Freien Wähler sagen. Die Grünen wollen außerdem Nebelduschen, die zur Abkühlung aufgestellt werden.
Trinkwasserbrunnen und Nebelduschen sind ein Tropfen auf den heißen Stein. Nachhaltig ist anders. Hier wird der Brand bekämpft aber nicht die Ursache des Brandes. Die Anzahl der Hitzephasen nimmt jedes Jahr zu und es purzeln erschreckend schnell die lokalen Hitzerekorde. Tausende Menschen sterben deutschlandweit wegen jeder Hitzeperiode und die Antwort ist Nebelduschen, die als Klimaresilienz-Maßnahme dargestellt werden um vulnerable Bevölkerungsgruppen zu schützen. Große Bäume werden gefällt, es gibt kaum Schatten mehr, aber keine Bange, wir haben eine Lösung: Nebelduschen! Ein minimaler Effekt bei maximalem Aufwand. Anschaffung, Betrieb, Wartung und Wasserverbrauch – welche Kosten kommen da auf uns zu? Dazu kommt die Sorge um (Trink)Wasser. Trockenheit und zu heftige Niederschläge haben Grundwasserdürre bewirkt. Wir müssen Wasser sparen. Endlich Umdenken und dabei sogar noch Geld sparen. Nebelduschen sind nicht so effizient wie große Bäume, die täglich locker 300 Liter Regenwasser verdampfen Schatten spenden und ganz nebenbei die Luft reinigen. Die vorhandenen Bäume in der Wyhlener Mitte müssen nicht gegossen werden. Die Messung im Juli 2024 zeigte, dass unter den Bäumen 29 Grad Luft- und 21 Grad Bodentemperatur herrschten bei 32 Grad Umgebungstemperatur. Nur 60 Meter weiter am „roten Platz“ dagegen 35 Grad und eine Bodentemperatur von 45 Grad. Dazu speichern diese Bäume mit ihrem Wurzelraum Wasser bei Starkregen und sind auch noch Lebensraum vieler Tiere wie dem streng geschützten Hirschkäfer. Der neue Dorfplatz soll begrünt werden. Frisch angepflanzte Bäume wachsen erschwert an, müssen wegen Hitze mehr als früher gegossen werden und haben erst nach Jahrzehnten eine Größe, die den gewünschten Schatten spendet. Über der geplanten Tiefgarage fehlt zudem der Platz, den Bäume brauchen, um eine große, schattenspendende Krone auszubilden. Dieses Problem werden wir in den Neuen Mitten haben. Nebelduschen und Trinkwasserbrunnen erschaffen nicht das Mikroklima, das in der Wyhlener Mitte jetzt noch vorhanden ist und endgültig verschwunden, wenn die Bäume gefällt werden und in die Neue Mitte ein riesiges Haus und ein Dorfplatz gebaut werden. In der heißen Zeit wird das ein leerer Platz sein. Bäume weg und die Bürger mit Nebelduschen ablenken. Vernebelungstaktik. Es gibt keine Alternative zu bereits vorhandenen, großen Bäumen.
„Nachbarschafts-Treff auf der Obstmatte“ Am Freitag genossen wir den kühlen Abend unter dem Schatten der Apfelbäume. Ein idealer Treff für einen Nachbarschaftsplausch an einem schönen Sommerabend. In der Dämmerung ging es dann los: der Hochzeitsflug der Hirschkäfer. Das Filmen war schwer – aber alle hatten Spaß dabei. Und nicht nur Kater Fritz streifte durch die Wiese, auch 2 Igel tauchten auf und die Fledermäuse flogen ganz schön knapp vorbei. Freitag den 20. Juni wollen wir uns wieder treffen – und freuen uns, wenn noch mehr Nachbarn dabei sind!😊
Narren besonderer Art waren da zur Fasnacht 2025 in Grenzach-Wyhlen am Werk. Die einen wollte den gesunden Mammutbaum weg haben. Ein paar Männer taten Ihren Job mit wenig Freude und Andere taten ihren Unmut kund, war der Mammutbaum doch der größte Baum der Umgebung und schon von weiten zu sehen.
Viele Baustellen in Grenzach-Wyhlen, da kommen Bäume natürlich unter die Räder. Denn trotz Klimawandels und berechtigter Angst vor der Zukunft sind unterirdische Leitungen, Straßen, Häuserund Autos immer noch wichtiger als große schattenspendende Bäume. In der geplanten Neuen Mitte Grenzach wird eine Tiefgarage gebaut. Die Baugrube wird an die sechs etwa 40 jährigen großen Ahornbäume reichen, die daher gefällt werden. Mikroklima? Sucht euch einen anderen Schattenspender. Vielleicht den riesigen Nussbaum an der Rheinstraße südlich der Ritterstraße? Da bestand Hoffnung, dass die neue Umgehungsstraße doch so geplant wurde, dass der alte Riese stehen bleiben kann. Doch so schnell konnte man gar nicht schauen, schon war er gefällt. Mit Genehmigung. Das erschütternde Kommentar eines älteren Mannes war: „Ich ertrag’s nicht mehr!“ Dann eben ein anderer Schattenplatz, die ebenso große Walnuss in der Neuen Mitte Wyhlen. Eine alte Frau, die 53 Jahre gegenüber gewohnt hatte, sagte: „Die Walnuss bleibt. So heißt es doch.“ Aber halt, das neue Haus reicht mit seiner Baugrube direkt an den Baum. Damit wird auch dieser große Baum gefällt werden müssen, da er mit so vielen gekappten Wurzeln nicht mehr standsicher sein wird. Die großen Bäume sorgen für besseres Mikroklima. Wo halten wir uns an heißen Sommertagen auf, unter Bäumen oder in der prallen Sonne? Die drei Beispiele sind längst nicht alle Bäume, die wegen Bauprojekten verschwinden. Es hilft nur eines: In Zukunft beim Planen daran denken, dass der Klimawandel nicht vorbei geht sondern schlimmer wird. Dass große Bäume wichtiger werden als neue Straßen oder Garagen. Wenn es so weiter geht, pilgern wir bald nicht mehr zu Kathedralen oder in Museen, sondern zu den letzten Baumriesen.
Douglas Adams inspirierte uns zur Fasnacht 2024 mit seinem Kultbuch: „Per Anhalter durch die Galaxis“. Eine wenige Wochen vorher vor dem Bau der Umgehungsstraße geretteten Eiche als „Narrenbaum“ in die kleine „Pflanzgrube“ zu stellen. Ohne ausreichenden Wurzelraum kann ein Baum nicht wachsen. Als Bonsai kann ein Baum auch im Topf auf der Fensterbank überleben,,,
Ich musste der Umgehungsstraße weichen, und auch hier habe ich keine Chance ein hohes Alter zu erreichen. Mein Vorgänger wurde wenigstens 10 Jahre alt, mich macht man lange vorher kalt – ich bin eine echter „Narrenbaum“ hier wächst nicht mal im Traum ein Baum!